Gläser

Wir arbeiten mit allem, was es an Gläsern gibt. Und das ist eine ganze Menge. Neben den verschiedensten Farben und Formen für alle visuellen Ansprüche erfüllen Quendoz Gläser auch hinsichtlich ihrer vorgesehenen Einsatzgebiete alle Kriterien in den Bereichen Funktionalität und Sicherheit. Wir unterscheiden zwischen Basisgläsern, Guss- und Drahtgläsern, beschichtetem oder lackiertem Glas, Isolierglas, Sicherheits- und Brandschutzglas, gebogenen Gläsern sowie weiteren Spezialgläsern.

  • Basisgläser
    Floatgläser

    Klares Floatglas (leicht grünlich), erhältlich in 2,3,4,5,6,8,10,12,15,19 und 25 mm Stärke, eignet sich für den Innenausbau und für Fassaden. Es wird auch zu transformierten Produkten weiterverarbeitet: ESG, VSG, Isolierglas, Brandschutzglas etc. Heute ist Floatglas ohne Grünstich sehr gefragt. Extraweisse Gläser sind zum Beispiel unter den Namen Optiwhite, Extraweiss, Diamant und Eurowhite bekannt und werden in Abstufungen von 4 bis 19 mm Stärke produziert.

    Transparentes Floatglas gibt es in den Farben Bronze, Grau, Grün, Rosa, Hellblau (= Blau F), Dunkelblau (= China- oder Pazifikblau) und Türkis (=Azurlite). Industriell geätzte Floatgläser sind unter der Bezeichnung Satinato verbreitet. Sie haben, anders als sandgestrahlte Gläser, eine pflegeleichte Oberfläche. Bei Satinato-Gläsern auf Floatglasbasis wie auf Extraweissbasis sind von 4 bis 19 mm alle Stärken erhältlich.

    Floatspiegel

    Grundsätzlich kann jedes Floatglas zu Floatspiegeln verspiegelt werden. Das Standardsortiment umfasst Floatspiegel klar sowie in Bronze, Grau, Grün, Rosa, Gold und Hellblau in den Stärken 3, 4 und 6 mm. Oberflächenbehandlungen mit Oxidationseffekt machen aus Spiegeln Antikspiegel. Im Dekorationsbereich kommen häufig verspiegelte Gussgläser zum Einsatz.

    Moderne Herstellungsverfahren verhindern Feuchtigkeitsschäden (Oxidation) des Spiegelbelags weitgehend. Trotzdem ist in Feuchträumen auf eine gute Hinterlüftung der Spiegel und eine regelmässige Raumlüftung zu achten.

  • Guss- und Drahtgläser
    Gussgläser

    Ihre Oberfläche ist strukturiert und schränkt die Durchsicht ein. Früher in vielen Varianten und Farben sehr beliebt, sind Gussgläser heute seltener. Neue Designs der SGG Master-Serie (Master-Carré, Master-Ligne, Master-Point, Master-Ray, Master-Lens und Master-Shine) sind in Stärken von 4, 6 und 8 mm erhältlich und lassen sich auch zu ESG, VSG und Isolierglas verarbeiten.

    Ziehglas

    Das klare, im traditionellen Ziehverfahren produzierte Glas verfügt nicht über die optische Qualität von Floatglas und ist leicht gewellt. Es kommt vor allem im Renovationsbereich bei historischen Bauten zum Einsatz und kann auch zu ESG, VSG und Isolierglas weiterverarbeitet werden. Wir lagern immer grosse Mengen von Ziehglas in 3 und 4 mm Dicke.

    Profilglas

    Das u-förmige, in standardisierten Breiten hergestellte Glas unterscheidet sich durch Steghöhe, Oberflächenstruktur und Farbe. Es gibt Ausführungen mit Drahteinlage und mit Sonnen- oder Wärmeschutzbeschichtung. Profilglas ist auch als ESG erhältlich.

    Drahtgläser

    Diese Gussgläser von 6 bis 7 mm Stärke verfügen über eine Drahteinlage, die Scherben im Bruchfall zusammenhält. Entgegen dem optischen Eindruck (Draht = Armierung) sind Drahtgläser weniger stark beanspruchbar: Der Draht wirkt als Fremdkörper im Glas und schwächt es. Die Auswahl an Designs und Farben ist klein. Eine spezielle Ausführung ist das Drahtspiegelglas: ein klares, transparentes Glas mit Drahteinlage – und, anders als sein Name vermuten lässt, kein Spiegelglas.

  • Sicherheitsgläser
    Verbundsicherheitsglas (VSG)

    VSG besteht aus zwei oder mehreren Scheiben, die mit PVB-Folien (Polyvinylbutyral) fest verbunden sind. Die Sicherheitswirkung beruht auf der hohen Reissfestigkeit der PVB-Folie und ihrer starken Haftung am Glas. Bei mechanischer Überbelastung bricht das Glas zwar, aber die Bruchstücke haften an der Folie. Dank UV-absorbierender Wirkung hat die Folie eine UVA-Transmission unter 1%. Bei VSG sind unzählige Aufbauvarianten denkbar. Sicherheitsrelevant sind folgende Wirkungsweisen: durchwurfhemmend, durchbruchhemmend, durchschusshemmend, sprengwirkungshemmend.

    Spezialgläser aus einer Kombination von verschiedenen Gläsern, PVB-Folien und weiteren Materialien: VSG mit Mattfolie und/oder Farbfolien oder mit bedruckten Folien (Fünffarbendruck); VSG mit Gussglas; Alarmglas (mit Alarmdrahteinlage); Heizglas (mit Heizdrahteinlage); VSG mit Giessharz-Schicht oder – heute aktueller – mit speziellen PVB-Folien für erhöhten Schallschutz (Stadip Silence, Sound Control).

    Einscheibensicherheitsglas (ESG)

    ESG ist ein thermisch behandeltes Float- oder Gussglas. Bricht es, zerfällt es in ein loses Netz von kleinen stumpfkantigen Bruchstücken. Dieses Bruchverhalten hilft, ernsthafte Verletzungen zu vermeiden. Die durch den Herstellungsprozess bedingten physikalischen Eigenschaften von ESG (Zugspannungen im Innern, Druckspannungen aussen) erlauben höchstens eine Oberflächenbearbeitung. ESG ist erhöht schlagfest für weichen und harten Stoss und hat eine viermal höhere Temperaturwechselbeständigkeit als Floatglas. Ausführungsvarianten: farbiges Glas, Sonnen- oder Wärmeschutzglas, Gussglas (kein Drahtglas), mit Siebdruck oder Emaillierung, mit Alarmspinne.

    Teilvorgespanntes Glas (TVG)

    TVG ist ein thermisch behandeltes Floatglas – also ein monolithisches Glas, kein Sicherheitsglas. Sein Einsatzgebiet liegt aber in der Nähe der Sicherheitsgläser. Verbundsicherheitsglas aus TVG kann erhöhte mechanische Belastungen aufnehmen (z.B. Schneelasten auf Dachgläsern) und erträgt Temperaturwechsel recht gut. Sein weiteres Einsatzgebiet: Glasbrüstungen oder Ganzglastüren. Im Bruchfall bleibt eine gewisse Reststabilität erhalten, da das Bruchbild viel grössere Scherben aufweist als bei VSG aus ESG.

  • Brandschutzgläser

    Brandschutzgläser sind geprüfte, feuerpolizeilich zugelassene Glasbauteile. Ihre Funktion als raumabschliessende Elemente erfüllen sie nur im Zusammenhang mit der gesamten Rahmen-, Tür- oder Wandkonstruktion.

    E-Verglasungen (europäische Norm) sind rauch- und flammendicht. Sie verhindern während der angegebenen Zeitspanne den Durchtritt von Rauch und Flammen zur feuerabgewandten Seite. Da keine Anforderungen an die zulässige Temperaturerhöhung auf der feuerabgewandten Seite gestellt sind, besteht die Gefahr von Feuerübertragung aufgrund der Hitzestrahlung. Der Feuerwiderstand von E-Gläsern variiert zwischen 30 und 120 Minuten (E30 bzw. E120).

    So können die Anforderungen erfüllt werden:

    • Gläser mit Drahteinlage: Draht hält eine durch thermische Überbelastung gesprungene Scheibe zusammen. Beispiel: Drahtspiegelglas (E30)
    • Thermisch vorgespannte Kalk-Natron-Floatgläser: für hohe thermische Belastung geeignet, erhöht stoss- und biegebruchfest. Beispiele: SGG Pyroswiss (E30-60), Fivestar (E30), Firestar (E30-60), Pyrodur (E30)
    • Laminierte Gläser: mit hochreissfester PVB-Folie zwischen thermisch vorgespannten Gläsern, erhöht stoss- und biegebruchfest, Splitterbindung, Durchwurfhemmung. Beispiele: SGG Pyroswiss VSG (E30–E60), Firestar (E30-120)
    • Thermisch vorgespannte Borosilikatgläser: brechen unter Hitzeeinfluss viel später unter Hitzeeinfluss. Beispiel: Pyran (E30–E120)

    EW-Verglasungen (ausserhalb europäischer Norm) sind rauch- und flammendicht. Sie reduzieren dank ihrer reflektierenden Glasbeschichtung die Hitzestrahlung, die durch das Glas dringt.

    So können die Anforderungen erfüllt werden:

    • Thermisch vorgespannte Kalk-Natron-Floatgläser: für hohe thermische Belastung geeignet, erhöht stoss- und biegebruchfest. Beispiel: SGG Vetroflam (EW30)
    • Laminierte Gläser: mit hochreissfester PVB-Folie zwischen thermisch vorgespannten Gläsern, erhöht stoss- und biegebruchfest, Splitterbindung, Durchwurfhemmung. Beispiel: SGG Vetroflam VSG (E30)
    • Zweischichtiger Glasaufbau, dazwischen Brandschutz-Interlayer: Interlayer schäumt im Brandfall auf und bildet Isolierschicht. Beispiele: SGG Swissflam Lite (EW30), SGG Contraflam Lite (EW30–EW60)

    EI-Verglasungen (europäische Norm) sind rauch- und flammendicht. Sie lassen während der angegebenen Zeit im Mittel max. 140°C Temperaturerhöhung auf der feuerabgewandten Seite zu.

    So können die Anforderungen erfüllt werden:

    • Mehrschichtiger Glasaufbau mit dazwischenliegenden Brandschutzschichten: Im Brandfall aufschäumende Brandschutzschichten bilden Isolation. Kombinationen mit dekorativen Gussgläsern sowie der Einsatz im Isolierglas sind möglich. Beispiele: Pyrostop (EI30–EI90), Pyrobel (EI30–EI90)
    • Zweischichtiger Glasaufbau, dazwischen Brandschutz-Interlayer: Interlayer schäumt im Brandfall auf und bildet Isolierschicht. Kombination mit Gussgläsern, Verbundsicherheitsgläsern und Einsatz im Isolierglas möglich. Dank thermisch vorgespannten Sicherheitsgläsern erhöhte Stoss- und Biegebruchfestigkeit. Beispiele: SGG Contraflam (EI30–EI120), SGG Swissflam (EI30–EI60)
  • Isoliergläser

    Isoliergläser sind zwei- oder dreischichtige Glaselemente mit einem übergreifenden Randverbund. In den Bereichen Wärme-, Sonnen- und Schallschutz erzielen sie grosse Wirkungen.

    Wärmeschutz-Isoliergläser

    Wärmeschutz-Isoliergläser aus zwei oder drei Gläsern enthalten mindestens eine Scheibe mit einer hauchdünnen Wärmedämmschicht. Diese Schicht lässt kurzwellige Strahlung (Sonnenenergie) praktisch ungehindert durch, reflektiert aber langwellige Strahlung (z.B. Heizwärme). In Kombination mit Edelgasen, die in den Scheibenzwischenraum eingefüllt werden, sind heute U-Werte bis zu 0,4 W/m2K möglich. Standard für ein Zweifach-Wärmeschutz-Isolierglas: 1,1 W/m2K.
    Die heute praktisch farblosen Wärmeschutzschichten lassen sich nicht nur auf Floatglas, sondern auch auf VSG oder ESG aufbringen. So können Wärmeschutz-Isoliergläser mit weiteren Zusatzfunktionen (z.B. Einbruchhemmung) kombiniert werden.

    Sonnenschutz-Isoliergläser

    Sonnenschutz-Isoliergläser begrenzen als zweischichtige Isoliergläser den Gesamtenergiedurchlass. Diese Gläser haben einen g-Wert von weniger als 50%. Ein Isolierglas kann man durch drei Massnahmen mit höherer Sonnenschutzwirkung versehen: mit eingefärbtem Glas (Parsol), das weniger Strahlungsenergie ins Rauminnere dringen lässt, mit beschichteten Gläsern, die einen Teil der Sonnenenergie nach aussen reflektieren, oder mit einer Kombination beider Gläser.
    Sonneneinfluss erhitzt eingefärbte und beschichtete Gläser stark und kann zu Glasbruch führen. Bei einem Strahlungsabsorptionsgrad von mehr als 50% muss vorgespanntes Glas verwendet werden. Die Palette von Sonnenschutz-Isoliergläsern auf dem Markt ist breit: g-Werte von 65% bis 5%; Tau-Werte von 75% bis 8%; Farbneutralität bis Farbigkeit.

    Schallschutz-Isoliergläser

    Den erhöhten Schalldämmwert von Schallschutz-Isoliergläsern gegenüber «normalen» Isoliergläsern bewirken folgende Massnahmen: Erhöhung der Glasmasse (dickere Gläser), asymmetrischer Aufbau (unterschiedlich dicke Gläser). Durch Kombinieren dieser Massnahmen lassen sich Schalldämmwerte von über 50 dB erreichen. Da solche Gläser dick und schwer sind, benötigen sie entsprechende Rahmen.
    Korrekturwerte: Das bewertete Schalldämmmass Rw ist ein Durchschnittswert von Messungen mit verschiedenen Frequenzen. Zur Bestimmung der Schalldämmwerte gegenüber spezifischen Lärmquellen wurden die sogenannten Korrekturwerte eingeführt: Korrekturwert C: geeignet gegenüber Wohnlärm, Eisenbahnlärm etc.; Korrekturwert Ctr: geeignet bei Lärmquellen mit grossen Tieftonanteilen wie Strassenlärm, Fluglärm etc. Die Zahlenwerte von C und Ctr liegen zwischen 0 und −10 dB. Schreibweise: Rw (C; Ctr) dB = Rw 40 (−1; −5) dB.

    Kombinierte Isoliergläser

    Die aufgeführten Funktionen wie Wärmeschutz, Schallschutz, Sonnenschutz und Sicherheit lassen sich in den unterschiedlichsten Isolierglasaufbauten kombinieren. Unsere Fachleute beraten Sie gern.

    Heat-Mirror-Isolierglas

    Das Isolierglas Heat Mirror hat im Scheibenzwischenraum eine beschichtete Kunststofffolie, mit der es gelingt, sehr tiefe U- und g-Werte zu erzielen. Ausserdem können eine oder beide Scheiben beschichtet werden. Das Resultat: gleich gute Werte wie bei Dreifach-Isoliergläsern – bei einer Scheibendicke und einem Gewicht von Zweifach-Isolierglas.

  • Gebogene Gläser

    Die meisten Gläser lassen sich in speziellen Öfen zu gebogenen Gläsern umformen. Sie finden Verwendung als Einfachglas (Beispiele: Vitrine, Verkaufskorpus), als Verbundsicherheitsglas (für Brüstungsgläser), als Einfachsicherheitsglas (für Duschtüren) oder als Isolierglas. Die Herstellung von gebogenen Gläsern ist technisch limitiert, die Form hängt von Grösse, Dicke und Geometrie der Gläser ab.

    Wir stellen selber gebogene Einfachgläser her. Dabei handelt es sich um reines Schwerkraft-Biegen: Das Glas wird als planes Glas entweder auf eine konvexe oder eine konkave Biegeform gelegt und dann kontinuierlich erhitzt, bis es sich an die Form angepasst hat. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für kleine Losgrössen, Serien können nicht rationell gefertigt werden.

    Gebogene Gläser haben im Vergleich zu planen Gläsern erhöhte Fertigungstoleranzen und gewisse Formen sind gar nicht machbar. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Planung.

  • Sonderfunktionsgläser

    Die meisten Gläser lassen sich in speziellen Öfen zu gebogenen Gläsern umformen. Sie finden Verwendung als Einfachglas (Beispiele: Vitrine, Verkaufskorpus), als Verbundsicherheitsglas (für Brüstungsgläser), als Einfachsicherheitsglas (für Duschtüren) oder als Isolierglas. Die Herstellung von gebogenen Gläsern ist technisch limitiert, die Form hängt von Grösse, Dicke und Geometrie der Gläser ab.

    Wir stellen selber gebogene Einfachgläser her. Dabei handelt es sich um reines Schwerkraft-Biegen: Das Glas wird als planes Glas entweder auf eine konvexe oder eine konkave Biegeform gelegt und dann kontinuierlich erhitzt, bis es sich an die Form angepasst hat. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für kleine Losgrössen, Serien können nicht rationell gefertigt werden.

    Gebogene Gläser haben im Vergleich zu planen Gläsern erhöhte Fertigungstoleranzen und gewisse Formen sind gar nicht machbar. Bitte berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Planung.

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Kurt Widmer
Stadt Zürich, rechtes Seeufer, Zürich Oberland
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